Erklärung von Fachbegriffen

Die Chemiewende betrifft die gesamte Gesellschaft und sollte in ihren Grundprinzipien allgemeinverständlich formuliert werden. Dennoch erscheint es notwendig, beim Diskurs über die Details dieses Wandels in unserem Gebrauch der Stoffe auch Fachbegriffe zu benutzen. Daher ist es sinnvoll, ein ständig zu erweiterndes Glossar solche Begriffe und ihrer Erklärung einzuführen, um auch jedem Laien ein Verständnis dieses Diskurses und eine Beteiligung an ihm zu ermöglichen.

Glossar

A

Anisotropie

(von griechisch ἀν- (un-) ἴσος isos gleich; und τρόπος tropos Drehung, Richtung) bezeichnet die Richtungsabhängigkeit einer Eigenschaft oder eines Vorgangs. Anisotropie ist das Gegenteil von Isotropie (s. dort). Der Begriff wird in diesem Sinn in der Physik (z. B. Strahlung, Magnetismus, Ausbreitungsgeschwindigkeit von Erdbebenwellen), Materialwissenschaft, Kristallographie und Mathematik auf jeweils unterschiedliche Eigenschaften der betrachteten Systeme angewandt.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

B

Biodiversität

Biodiversität idt die Vielfalt des Lebendigen

Zuletzt aktualisiert am 2016-11-07 von Dr. Hermann Fischer.

Biometrik

(auch Biometrik - von altgriechisch βίος bíos „Leben“ und μέτρον métron „Maß, Maßstab“) beschäftigt sich mit Messungen an Lebewesen und den dazu erforderlichen Mess- und Auswerteverfahren.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

Biopolymere

Ein Biopolymer (altgriech. βίος bíos ‚Leben‘ mit griechisch πολύ poly ‚viel‘ und μέρος méros ‚Teil‘) ist ein Polymer, das in der Zelle eines Lebewesens synthetisiert wird. Häufig wird der Begriff Biopolymer auch zur Unterscheidung von Werkstoffen benutzt.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

D

Demeter Qualität

Unter biologisch-dynamischer Landwirtschaft wird Landbau, Viehzucht, Saatgutproduktion und Landschaftspflege nach anthroposophischen Grundsätzen verstanden. Produkte können unter der Marke Demeter vertrieben werden. Grundlage ist der „Landwirtschaftliche Kurs“ von Rudolf Steiner, eine Sammlung mehrerer Vorträge, die Steiner im Winter 1924/1925 gehalten hat.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

H

Hydrogencarbonat

Hydrogencarbonate, veraltet auch Bicarbonate oder saure Carbonate, sind die Salze der Kohlensäure, die durch einfache Neutralisation dieser Säure mit einer Base entstehen.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

I

Isotropie

In einem Faser-Kunststoff-Verbund bzw. Laminat bezeichnet transversale Isotropie eine UD-Schicht, also eine Schicht, die nur in der Faserrichtung richtungsabhängige Eigenschaften hat. In der Ebene senkrecht dazu sind die Eigenschaften hingegen richtungsunabhängig.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

P

Permanenz

Die Permanenz (Dauerhaftigkeit, Gegenteil Impermanenz) bezeichnet beim Roulette die schriftliche oder elektronisch festgehaltene Reihenfolge der gefallenen Zahlen. Bezogen auf eine feste Spielumgebung oder auf den Roulette-Spieler spricht man auch von einer Tischpermanenz oder der persönlichen Permanenz.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

Persistenz

Als Persistenz bezeichnet man in der Biologie und Umweltchemie die Beständigkeit von – meist organischen – chemischen Verbindungen gegenüber chemisch-physikalischem und biologischem Abbau. Dies ist eine Stoffeigenschaft von Verbindungen, die damit unverändert durch physikalische, chemische oder biologische Prozesse über lange Zeiträume in der Umwelt verbleiben. Einerseits ist die Persistenz als Stabilität oder Haltbarkeit erwünscht, andererseits ökologisch unerwünscht. (Wikipedia)

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

Polystyrol

Durch Polymerisation von Styrol gewonnener, in verschiedenen Formen herstellbarer, vielseitig verwendbarer Kunststoff

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

S

Saponine

(lateinisch sapo ‚Seife‘) sind Glycoside von Steroiden, Steroidalkaloiden (stickstoffhaltige Steroide) oder Triterpenen. Man spricht daher auch von Steroidsaponinen, Steroidalkaloidsaponinen und Triterpensaponinen (wobei allerdings beachtet werden sollte, dass die Klassifizierung von „Steroidalkaloidsaponinen“ als Saponine umstritten ist und im Zweifelsfall die Terminologie „Steroidale Glykoalkaloide“ zu bevorzugen ist). Aufgrund der Vielzahl möglicher Kohlenhydratstrukturen und der großen strukturellen Variabilität der Aglycone weist diese Stoffgruppe eine entsprechend große Strukturvielfalt und damit eine große Variabilität in den biologischen Eigenschaften auf.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

Statine

Als Statin wird im allgemeinen medizinischen Sprachgebrauch ein Arzneistoff bezeichnet, welcher der pharmakologischen Substanzklasse der 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktase-(HMG-CoA-Reduktase) Inhibitoren angehört. Da HMG-CoA ein Zwischenprodukt der menschlichen Cholesterinsynthese ist, werden Statine bislang hauptsächlich bei Fettstoffwechselstörungen als Cholesterinsenker eingesetzt. Von allen Medikamenten, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen, weisen sie die höchste Potenz auf. Ihre Vertreter enden auf -statin.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

T

Tenside

Tenside (von lat. tensus „gespannt“) sind Substanzen, die die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit oder die Grenzflächenspannung zwischen zwei Phasen herabsetzen und die Bildung von Dispersionen ermöglichen oder unterstützen bzw. als Lösungsvermittler wirken.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.

Trass

Trass ist der Name für ein natürliches Puzzolan, das unter anderem als Zusatzstoff bestimmten Zementen beigemischt wird. Er besteht hauptsächlich aus Silicium– und Aluminiumverbindungen.

Zuletzt aktualisiert am 2016-07-19 von Steffi D. Sögding.


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